Oberschule Herzberg

Konzept gegen Rechtsradikalismus

„Toleranz fördern – Kompetenz stärken“

Präambel zu den Präventionskonzepten der weiterführenden Schulen im Landkreis Osterode am Harz

 

Wir erziehen unsere Schülerinnen und Schüler zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten und zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern mit Respekt, Offenheit und einer positiven Einstellung gegenüber anderen Menschen. Verbunden damit ist die Stärkung der Demokratiefähigkeit, der gegenseitigen Toleranz und der Achtung gegenüber anderen Kulturen.
Wir fördern unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer individuellen Entwicklung und stärken insbesondere ihr Selbstwertgefühl, ihre Sozialkompetenz sowie ihre Kompetenz, Konflikte angemessen zu lösen. Dazu machen wir gesellschaftliche Zusammenhänge anhand konkreter Lebenssituationen erlebbar und begreifbar. Wir bereiten die uns anvertrauten jungen Menschen auf selbstständiges und verantwortungsbewusstes Handeln in einer schnelllebigen und komplexen Gesellschaft vor und ermutigen sie zu Neugier auf andere Kulturen und Lebensmuster.
Die Fähigkeit, Fragen zu stellen und in Frage zu stellen, ist für uns eine wichtige Grundlage für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit in unserer offenen Gesellschaft. Wir vertreten die Auffassung, dass Toleranz dort eine Grenze hat, wo die Menschen- und Bürgerrechte anderer Menschen bedroht, angegriffen oder verletzt werden. Daher reagieren wir an unseren Schulen entschieden gegen jegliche Form von Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und jede weitere Form von Diskriminierung und Extremismus.

 

 

Pädagogische Antworten auf Rechtsextremismus

 

Realität der gefährdeten Jugendlichen Wunschtraum als Versprechen der Rechtsextremen Mögliche pädagogische Antworten Was machen wir bereits?
Ohnmacht Macht Entscheidungstransparenz, Mitwirkung und Beteiligungsformen; Funktionsübertragung Schülervertretung, Schüler im Schulvorstand, Planung von Klassenaktivitäten
Vereinzelung Gemeinschaft Gespräche ( Kreis ); Spiele, AGs, Feste, gemeinsame Aktionen, Umweltschutz, Aufbau eines Wir-Gefühls mit Migranten

 

Methodentraining, Aktivtag, Gesundheitstag, Bunter Abend, Eingangsphase, Bundesjugendspiele, Projektwoche, Tanz, Theater,

Badminton, Hausaufgabenhilfe,Zirkus, Zusammenarbeit mit d. Lebenshilfe, Teilnahme am Volkstrauertag, AG: Menschen für Menschen, AGs, Zusammenarbeit mit dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge

einstecken müssen

 

zuhauen Analyse von Gewaltlösungen, Alternativen: Kritiktraining, Akzeptanz von Gefühlen, Rollenspiele, Solidarität der Klasse... Konfliktlotsen, Gewaltpräventionskonzept, Klassenfahrten, Schulwanderungen, Klassenunternehmungen
Versager, überflüssig Etwas leisten können, zupacken können, jemand sein Handlungs- und problemorientierter Unterricht, bewältigbare Aufgaben mit hoher Schüleraktivität Methodentraining, AG Angebote, Aktivtage
Aussichtslose Lage Bessere Zukunft Subjektive Empfindungen aufarbeiten, auch positive Chancen herausstellen, Präsentation von Positivbeispielen Jump-Jobbörse, Berufsberatung, Betriebspraktikum, Beratungsangebote des Sozialpädagogen u.Beratungslehrers
Alles vorgegeben, kein Raum für neue Erfahrungen - „tödliche Langeweile“ Neue Gangart, neue Gedanken, Aktionen Aktivitätsanregende Raumgestaltung, mehr Freiheit in den Lernformen und –bedingungen, vermehrte AG-Angebote Bücher u. Zeitschriften im Flur, Sitzecken auf den Fluren, Nachmittagsangebote, AGs, Methodentraining
Orientierungslosigkeit Ziele, Ideale, „bessere Wege“ Gezielte Werteerziehung, z.B. Erarbeitung von Normen und Regeln für die Klasse-permanente Kontrolle und Überprüfung-, Erstellung von überprüfbaren Teilzielen Schulordnung, Eingangsphase, Klassenregeln, Regelwerk rauchfreie Schule, Benimmregeln, AG: Menschen für Menschen, Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, Aufklärung durch den Jugendoffizier
Alltag - „Immer der gleiche Trott“ Abenteuer- etwas Verbotenes provozieren Gestaltung von Freizeiten: Schullandheime etc., Realbegegnungen: Gemeinde, Arbeits- und Berufswelt, Einladung von Betroffenen, Experten, Migranten Schulfahrten, Theaterbesuche, Besuch der Betriebe, Musicalbesuch, Filmtage, Praktikas, Besuch d. Lagers Dora

 

3. Vorhaben

  • Verbindliche Lektüre im Deutschunterricht Klasse 6, 2. Halbjahr: Richter: Damals war es Friedrich. Die Fächer Religion, WUN, GSW werden mit einbezogen.
  • Lion's Quest für alle Schulstufen einsetzbar. Hier geht es vor allen Dingen darum, Selbstvertrauen zu gewinnen.
  • Teilnahme an Aktionen von "Bunt statt braun".
  • Feste zusammen mit Migranten
  • Anne Frank lesen oder Theater oder Film
  • Grundrechte besprechen: GSW, WUN, Rel.
  • Klasse 9/10: Fest: Hitler, eine Bilanz
  • Klasse 5-10: Hassan Asiz, AWO. Ausstellung: Kinder im Krieg
  • Kontakt zur Polizei, Verfassungsschutz. Vorträge für Eltern, Lehrer und Schüler Arbeitsmaterial in der Schule: Film: Wölfe im Schafspelz, Die Bombe tickt ( Film ); Infos Skinheads und Hooligans ( Internet ); Programm "Zivilcourage" ( Polizei )
  • "Rechtsradikalismus" als Thema bei Elternabenden. Ziel ist es, die Eltern zu sensibilisieren.
  • Förderung von Integration von Migranten, aber auch die Forderung, dass sie deutsch sprechen und demokratische Regeln ohne wenn und aber akzeptieren.


Für das Fach GSW liegt ein Stoffverteilungsplan für die Klassen 8-10 vor, der das Thema aufnimmt. Hinweise zu weiteren Materialien sind dort vorhanden.

Literatur: Broschüren der Bundeszentrale für politische Bildung, 53111 Bonn


Oberschule Herzberg
Heidestraße 10
37412 Herzberg

Tel. 05521-996570
Fax 05521-9965719

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