Oberschule Herzberg

Aktuelle Konfliktlotsen

Aktuelle Konfliktlotsen

 

Die zukünftigen Konfliktlotsen stellen sich den Klassen vor.

Zur Zeit nehmen folgende Schülerinnen und Schüler an der Ausbildung teil:

Jessica Biel, Lucy Nünemann, Kevser Özbekler, Aleksej Paul, Juljana Schmöckel, Dennis Weihrauch und Benedikt von Zwehl.

Konfliktlotsenkonzept

 

1. Die Bausteine des Konfliktlotsenprojektes

Damit das Konfliktlostenprojekt auf Dauer von Erfolg gekrönt ist, benötigen die Konfliktlotsen

  • eine fundierte Ausbildung,
  • ein Gesprächszimmer,
  • die Betreuung durch die Lehreinnen und Lehrer (coaching),
  • die Einbindung des Projektes in das Schulkonzept
  • sowie die Akzeptanz des Projektes in der gesamten Schulgemeinschaft.

 

2. Die Ziele der Konfliktlotsen

Die Konfliktlotsen wollen die Gewalt verhindern, nicht den Streit. Die Konflikte sollen mit einem gewaltfreien Streit gelöst werden.

Nahziele:

  • Die zwischenmenschliche Ebene soll wieder verbessert werden.
  • Die Streitenden lernen wieder auf der inhaltlichen Ebene zu reden.
  • Am Ende der Mediation schließen die Parteien einen gemeinsamen Vertrag ab.

Fernziele

  • Die Schule soll durch weniger Streit und Klassenkonferenzen entlastet werden.
  • Die Konfliktlotsen zeigen, wie man respektvoll miteinander umgeht.
  • Beide Partner sollen als Gewinner aus dem Streit hervor gehen (Win-Win-Lösung).

 

3. Die Ausbildung der Konfliktlotsen (Mediatoren)

  • Die Mediatoren müssen Schülerinnen und Schüler sein, die nicht massive Probleme mit Mitschülern haben. Es sollten Sympathieträger sein, damit sie die notwendige Akzeptanz in der Schulgemeinschaft finden.
  • Die Ausbildung wird in einer zweistündigen AG oder einem WPK durchgeführt und etwa ein halbes Jahr dauern (56 Ustd.)
  • Dem Konfliktlotsenkurs sollten etwa zehn Schülerinnen und Schüler, gemischt nach Alter, Geschlecht und ethnischer Herrkunft angehören. Es gilt dabei zu berücksichtigen, dass ältere Schülerinnen und Schüler mehr von jüngeren Schülerinnen und Schülern akzeptiert werden.
  • Die Ausbildung wird von Herrn Menge (Beratungslehrer) betreut und geleitet.

 

4. Die Rolle der Konfliktlotsen

  • Der Mediator hält sich an die Allparteilichkeit (keine Partei ergreifen).
  • Der Mediator ist nur Moderator des Gesprächs und achtet u. a. auf den Ablauf bestimmter Phasen.
  • Er hat keine Meinung zum Konflikt. Er darf sich auch nicht durch andere Beeinflussen lassen.
  • Er beachtet die Schweigepflicht.
  • Die Streitenden und der Mediator nehmen freiwillig an dem Gespräch teil. Lehrer können den Streitenden eine Mediation vorschlagen, um Strafen oder eine KLassenkonferenz zu vermeiden. Scheitert die Mediation, muss der Lehrer handeln.
  • Die Konfliktlotsen handeln Bedürfnisorientiert. Sie fragen bspw. danach, wie der Streit begonnen hat. Sie suchen u. a. nach den möglichen Ursachen des Streits.
  • Konfliktlotsen arbeiten ziel- und zukunftsorienziert. Wie gehen die Streitenden in Zukunft miteinander um?

 

5. Der äußere Rahmen der Mediation

  • Die Sitzungen dauern 30 - 45 Minunten.
  • Die Teilnahme ist freiwillig.
  • Der Inhalt der Mediation ist vertraulich.
  • Es werden keine Strafen ausgesprochen, sondern ggf. Möglichkeiten der Wiedergutmachung besprochen.
  • Die Lehrer unterstützen die Konfliktlotsen und geben ihnen Fälle.

 

6. Unterschiede zwischen Mediation und Schlichtung

Beide Begriffe werden häufig bei der Suche nach der Lösung eines Streites benutzt. Die Begriffe haben jedoch eine unterschiedliche Bedeutung.

Ein Schlichter spricht Empfehlungen aus und schlägt Kompromisse vor.

 

7. Die fünf Phasen der Mediation

1. Phase: Begrüßung der Beteiligten und Besprechung der Regeln

  • Es wird das Setting (besondere Sitzordnung) und die Rolle des Mediators erklärt.
  • Anschließend werden die Regeln besprochen:
    Es spricht nur einer.
    Keiner kränkt oder verletzt den anderen.
    Die Gespräche sind vertraulich.
    ...

2. Phase: Die Standpunkte der Streitenden werden angehört.

  • Zuerst wird einer der Streitenden befragt.
  • Der Mediator spiegelt den Inhalt der Antwort und stellt offene Fragen.
  • Nun wird die andere Streitpartei befragt.
  • Der Mediator spiegelt auch hier die Antworten und stellt offene Fragen.

3. Phase: Es wird die persönliche Bedeutung des Konfliktes gesucht. Beiden Parteien werden offene Fragen zu den Gefühlen getellt und die Antworten gespiegelt.

4. Phase: Das Gespräch wird von der Vergangenheit in die Zukunft gelenkt.

  • Das Drehbuch des Konfliktes wird nun umgeschrieben. Der Mediator fragt, was sich die Streitenden anders gewünscht hätten.
  • Die Gesprächstechnik des Pendelns wird angewendet.
  • Die direkte Kommunikation zwischen den Streitenden wird hergestellt.

5. Phase: Es wird ein Tauschgeschäft vorgeschlagen.

  • Eine Wiedergutmachung oder Entschuldigung wird vereinbart.
  • Was möchte ich, was kann ich dafür geben?
  • Die Ideen werden schriftlich festgehalten und auf Fairness beprüft.
  • Ein Nachtermin in 14 Tagen wird vereinbart.
  • Die Beteiligten verabschieden sich voneinander.

Ein Mediator hat keine eigene Meinung zum Streit. Er lässt die Streitenden eine Lösung erarbeiten. Der Mediator fragt nach den Bedürfnissen der Beteiligten.


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