Schwimmunterricht

 

Oberschule Herzberg am Harz ist mit Schulschwimmkonzept erfolgreich

Es war eine Forsa-Umfrage, die vor knapp zwei Jahren für Aufsehen sorgte. Demnach konnten fast 60 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland nicht sicher schwimmen. Die Schwimmfähigkeit von Kindern im Grundschulalter sei „weiterhin ungenügend“, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) damals mit Verweis auf die Umfrage-Ergebnisse mit.

Um diesem Zustand entgegen zu wirken, erteilt die Oberschule Herzberg am Harz nun allen 5. Klassen verpflichtend Schwimmunterricht. Deshalb gibt es im aktuellen Schuljahr für alle Kinder dieses Jahrgangs neben dem regulären Sportunterricht vier zusätzliche Stunden Schwimmunterricht. Finanziert wird das für die Schülerinnen und Schüler kostenfreie Angebot durch einen Zuschuss des Landkreises Göttingen. Seit vergangenem Sommer fahren nun jeden Freitag Busse zu Beginn der ersten Stunde die Fünftklässler in das zehn Minuten entfernte Schwimmbad Vitamar in Bad Lauterberg. Das Ziel der 35 Schülerinnen und Schüler und ihrer vier unterrichtenden Lehrer ist es, dass alle Kinder am Ende dieses Schuljahres schwimmen können. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Oberschule ein Schwimmkonzept entwickelt. Dieses basiert auf spielerischen Bewegungen im und unter Wasser und soll den Kindern vor allem die Angst vor dem Bewegen im Wasser nehmen. Zugelich lernen die Schülerinnen und Schüler die richtigen Schwimmtechniken für Brust- und Rückenschwimmen und machen erste Erfahrungen im Kraulschwimmen. Außerdem können sie das aktuelle Schwimmabzeichen Seepferdchen sowie die Jugendschwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold absolvieren. Die Fortgeschrittenen unter ihnen können im Zuge der Schwimmabzeichen zugleich lernen, sich selbst und andere zu retten. Ebenso ist es den Lehrern äußerst wichtig, dass den Schülerinnen und Schülern die Schwimm- und Baderegeln für Schwimmbäder und offenes Gewässer vertraut werden.

Wie gut das neue Schwimmkonzept funktioniert, belegen die Ergebnisse. So hatten zu Beginn des Schuljahres noch neun Fünftklässler keinerlei Erfahrung im Umgang mit Wasser und waren demzufolge nicht in der Lage zu schwimmen. Sieben dieser neun Schülerinnen und Schüler haben im Laufe des Schuljahres sowohl das Seepferdchen als auch das Jugendschwimmabzeichen Bronze erhalten. Von den 35 Fünftklässlern konnten somit am Ende 33 sicher schwimmen, wovon 28 im Besitz des Jugendschwimmabzeichens Bronze sind. Darüber hinaus konnten acht der fortgeschrittenen Schwimmer sogar das Jugendschwimmabzeichen Silber ablegen.

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